veröffentlicht am 4. Dezember 2016 in Ratgeber & Blog von
Hefe Herstellung - Hefe selbst herstellen

Hefe selbst herstellen / Hefe Herstellung – Anleitung, Tipps u.v.m.

Hefe Herstellung – Viele Brotliebhaber würden gerne ihre Brötchen selber backen, wissen aber nicht wie. Eine Unverträglichkeit gegen Bäckerhefe wird immer häufiger festgestellt. Eine Alternative wäre, wenn Sie den Brotteig nicht mit Hefe treiben, sondern mit Backpulver. Handelsübliches Backpulver enthält sehr viele Phosphate, die ebenfalls nicht gesund sind. Besser ist es, wenn Sie einen Brotteig mit Backpulver treiben möchten, dass Sie reines Haushaltsnatron verwenden und ein wenig Säure zusetzen. Ein halber Teelöffel Zitronensaft reicht auf 500 Gramm Mehl an Säure aus, wenn Sie anstelle von Backpulver Natron zum Brötchen backen verwenden. Sie können sich dann sicher sein, dass kein Phosphor enthalten ist.

Eine andere Alternative ist wilde Hefe. Schon vor mehr als tausend Jahren haben die Menschen mit wilder Hefe ihren Brotteig getrieben. Sie können sich die wilde Hefe selber züchten und damit Ihre frischen Brötchen selber backen. Sie müssen lediglich die doppelte Gärzeit einplanen, weil die wilde Hefe, ähnlich wie Sauerteig, etwas mehr Zeit benötigt um den gleichen Backtrieb zu erreichen, wie Industriehefe. Doch das Warten lohnt sich – Brötchen, die mit wilder Hefe gebacken wurden schmecken wesentlich aromatischer und sind zudem länger haltbar.

 

Frische Hefe – So funktioniert die Hefe Herstellung!

Anfangs scheint es kompliziert zu sein, weil Sie vor dem Brötchen backen einige Tage Zeit benötigen, damit Sie Ihre wilde Hefe züchten können. Haben Sie aber erst einmal Ihren eigenen Rhythmus gefunden, geht alles von selbst. Sie benötigen lediglich zum Anzüchten wilder Hefe folgende Zutaten:

  • chlorfreies Wasser
  • ungeschwefelte Trockenfrüchte in Bioqualität
  • 1 TL Honig oder Rohzucker
  • etwas Geduld.

Es wird dann gar nicht lange dauern, bis die Hefe Herstellung vollbracht ist.  Wichtig ist, dass Sie immer auf Hygiene achten. Die Gefäße, die Sie für die Herstellung von Hefe verwenden, müssen regelrecht steril sein. Sie wünschen sich natürliche Hefen und keine Essig- oder Schimmelkulturen. Gehen Sie bei der Hefe Herstellung folgendermaßen vor:

1. Geben Sie auf 1 Liter chlorfreies Wasser 8 gehäufte Esslöffel ungeschwefelte Trockenfrüchte oder Fruchttrester (Rückstände bei der Saftzubereitung mit einem Entsafter) und 2 TL Honig (alternativ Rohzucker). Vermengen Sie die Mischung gut in dem sterilisierten Glasgefäß und legen Sie ein Mulltuch über die Glasöffnung. Schrauben Sie dann den Deckel schräg zu, damit noch Sauerstoff an das Gemisch kommt, Fruchtfliegen aber keinen Einlass finden

3. Nun müssen Sie die Mischung einige Tage lang bei Zimmertemperatur stehen lassen und täglich zweimal durchschütteln (dafür das Mulltuch herausnehmen und den Deckel fest zudrehen)

4. Nach einigen Tagen beginnt die Flüssigkeit, zu perlen, und zu prickeln. Sie wird immer dickflüssiger und gleicht einem Sirup. Sie können dann die Mischung abseihen und etwa 200 ml zum Trieb für Ihren Brotteig (500 Gramm Mehl) verwenden.

 
Die Früchte reichen für 2 bis 3 Ansätze. Je öfter Sie mit Ihrer wilden Hefe einen Ansatz gemacht haben, desto triebfähiger wird sie. Nach dem 3. Ansatz benötigen Sie nur noch 100 ml wilde Hefe für 500 Gramm Mehl. Bewahren Sie Ihre wilde Hefe immer gut gekühlt im Kühlschrank auf und beachten Sie die Notwendigkeit der doppelten Gärzeit. Sie können dann mit Ihrem Brotbackautomaten einen verträglichen Brotteig vorbereiten, mit dem Sie Ihre schmackhaften Brötchen selber backen können.

Ihr Brotliebhaber-Team.


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Ein Kommentar

Ich dachte immer das man Hefe nicht selber machen kann. Ich werde das mal nachmachen und bei Gelingen mit verweis auf Dich einen Beitrag auf meinem Blog erstellen.